30. Juli 2012

Schulforscher warnt vor zu schneller Rückkehr zum neunjährigen Abitur

Zurück zum neunjährigen Gymnasium und weg vom G8? Jugend- und Schulforscher Klaus Hurrelmann glaubt, dass einige Bundesländer auf dem Weg dahin sind. In der "Süddeutschen Zeitung" kritisiert er das als "Aktionismus". Zwar habe das achtjährige Gymnasium seine Schwächen. Aber man solle erst einmal abwarten, wie es sich nach den Anfangsproblemen in den ersten drei Jahren entwickle. Verbesserungsmöglichkeiten gebe es zum Beispiel beim Tagesablauf - hier sollten die Möglichkeiten der Ganztagsschule mit Lern- und Erholungsphasen genutzt werden.

Hurrelmann meint auch, es sei kein pädagogisches Konzept, den Schülern einfach wieder nur ein Jahr mehr Zeit zu geben. Im alten System habe das vor allem in der 11. Klasse zu viel Leerlauf geführt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)