30. Juli 2012
In Indien erwacht das Gewissen der breiten Mittelschicht. So deutet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" den Erfolg einer ungewöhnlichen indischen Fernseh-Serie. Die stamme von einem Bollywood-Star, Aamir Khan, und laufe zur besten Sendezeit.
Aber statt Familienglück und Phantasiewelten zeige sie eine volle Stunde lang die Übel der indischen Gesellschaft - sexuellen Missbrauch, Abtreibung weiblicher Föten oder Kastendiskriminierung. So schafften es die Themen auch auf die politische Agenda des Landes.
Der FAZ-Autor kritisiert zwar, die Darstellung gehe manchmal in Richtung Sensationsmache, und die angebotenen Lösungen seien oft zu einfach. Aber er ist gespannt auf die zweite Staffel - und ob sich der Ruck durch die indische Gesellschaft fortsetzt. Die Serie heißt übrigens "Satyamev Jayate", auf Deutsch: "Nur die Wahrheit siegt".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)