30. Juli 2012

Klimaforscher: Antarktischer Ozean ist gigantischer CO2-Speicher

Eigentlich könnten wir noch viel schlimmer dran sein. Denn die Geschwindigkeit, mit der der Klimawandel voranschreitet, wird dadurch gebremst, dass riesige Mengen Kohlendioxid auf dem Grund der Weltmeere gebunden werden. Ein Team von australischen und britischen Wissenschaftlern hat jetzt herausgefunden, dass der Antarktische Ozean dabei eine entscheidende Rolle spielt. Sie schreiben im Fachmagazin "Nature Geoscience", dort werde pro Jahr etwa so viel CO2 gebunden, wie Japan an Klimagasen ausstößt.

Allerdings passiert das der Studie zufolge nicht gleichmäßig. Die Forscher schreiben, vielmehr gebe es bestimmte Bereiche, in denen das kohlendioxidhaltige Oberflächenwasser in die Tiefe gezogen werde. Zwar gebe es auch den entgegengesetzten Weg - der aber sei von geringerem Ausmaß, so dass der Antarktische Ozean netto als CO2-Speicher gelten könne. Verantwortlich für den Effekt sei eine Kombination von Winden und Strömungen. Die Wissenschaftler fürchten allerdings, dass der Klimawandel diesen Kreislauf zunichte machen könnte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)