30. Juli 2012
Da muss sich die chinesische Führung wohl stark geärgert haben. Die Nachrichten-Website von Bloomberg ist in China seit einem Monat blockiert. Der US-Wirtschaftssender hatte über die Vermögensverhältnisse der Verwandtschaft von Xi Jinping berichtet - er gilt als wahrscheinlicher nächster chinesischer Präsident.
Wie die "Financial Times" schreibt, gab es dabei keine Hinweise auf ein Fehlverhalten von Xi Jinping oder seiner Familie. Trotzdem scheint die chinesische Führung zu fürchten, das könnte am sauberen Image des Politikers kratzen. Der Gründer einer Medienbeobachtungs-Firma, Jeremy Goldkorn, sagte der Zeitung, Bloomberg habe offenbar die Grenze überschritten. Es sei ungewöhnlich, dass China ein großes Medienunternehmen so lange sperre. Normalerweise dauert eine Blockade nur einige Tage.
Bloomberg wollte den Bericht nicht kommentieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)