30. Juli 2012
Gletscher haben einen großen Einfluss auf den Wasserhaushalt in der Region, die sie umgibt. Und durch den Klimawandel verändert sich dieser Wasserhaushalt. Schweizer Forscher haben sich mit den Ausmaßen dieser Veränderungen auf das Gebirge Tien Shan in Zentralasien befasst. Die Gletscher des Gebirges bedecken über 15.000 Quadratkilometer und versorgen unter anderem Kirgistan, Kasachstan, Usbekistan und Nordchina mit Wasser. Im Sommer seien die Gletscher oft die einzige Quelle für Trinkwasser und Bewässerung.
Wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Climate Change" schreiben, schmelzen vor allem die Gletscher am äußeren Rand, die im Inneren bleiben schwinden langsmer. Zudem werden die Niderschläge im Winter steigen und im Sommer demnach laut Vorhersagen um bis zu acht Prozent sinken. Dann lieferten die Gletscher auch weniger Wasser.
Das könne politische Auswirkungen haben, denn schon jetzt stritten die anliegenden Länder um die Abflussmengen des Gletschers. Die Wasserknappheit im Sommer werde das landwirtschaftliche System in der ganzen Region in Frage stellen, was bestehende Spannungen in der Region schüren werde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)