30. Juli 2012
Schweizer Veterinäre wollen das Leiden von Kälbern bei der Kastration verringern. Die Wissenschaftler der Universität Bern haben eine Methode entwickelt, die die Abheilungszeit und damit auch die schmerzende Phase verkürzt. Nach der aktuellen Methode wird bei den Kälbern oberhalb des Hodens ein Gummiring angebracht. Das Gewebe darunter wird nicht mehr durchblutet, stirbt ab und wird schließlich vom Körper abgestoßen. Dabei gibt es Entzündungen, die dem Tier eine zeitlang Schmerzen bereiten.
Die Forscher schlagen nun in einem Fachblatt ("Veterinary Journal") vor, das abgebundene Gewebe zehn Tage nach Anlegen des Gummirings unter Anästhesie durch einen Schnitt abzutrennen. Damit werde die schmerzende Entzündungs- und Abheilungszeit mehr als ein Drittel auf rund fünf Wochen verkürzt. Die Schweiz und Österreich sind europaweit die einzigen Länder, die bei Kastrationen von Tieren eine weitgehende Schmerz-Freiheit verlangen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)