30. Juli 2012
Die USA ist nicht länger das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das schreibt der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz in einemKommentar in den "Blättern für deutsche und internationale Politik". Amerika weise unter allen hochentwickelten Ländern das höchste Maß an Ungleichheit auf. Die Lebenschancen eines Menschen in den USA seien in hohem Umfang vom Einkommen und der Bildung der Eltern abhängig.
Stiglitz ist sich sicher, dass die USA dafür einen hohen Preis zahlen. Ungleichheit führe zu weniger Wachstum und Effizienz. UNO und IWF warnten, dass das zu wirtschaftlicher Instabilität führe. Der Mangel an Chancen hat laut Wirtschaftswissenschaftler Stiglitz zur Folge, dass sich der wertvollste Schatz des Landes - seine Menschen - nicht optimal entfalten könnten.
Vor allem untergrabe die Ungleichheit aber die Werte und Identität des Landes. Denn Stiglitz ist der Ansicht, dass nicht mehr Gerechtigkeit für alle herrscht, sondern eine Begünstigung der Reichen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)