31. Juli 2012

"The New Yorker"-Autor gibt Zitate-Fälschung zu

Ein Skandal - so sagt es der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen - braucht drei Zutaten: Eine Normverletzung, eine breite öffentliche Empörung und eine Medienberichterstattung. Es handelt sich also wohl um einen Skandal: Der US-amerikanische Journalist Jonah Lehrer hat zugegeben, dass er in seinem Buch "Imagine: How Creativity Works", gefälschte Zitate von Bob Dylan eingebaut hat.

In einem Interview mit einem Online-Magazin hatte er noch behauptet, die Zitate stammten aus Archivmaterial. Diese Lüge währte aber nicht lange. Der Verlag stoppte als Folge den Verkauf des Buchs. Der Autor entschuldigte sich - und kündigte seine Stelle beim angesehenen Magazin "The New Yorker". Das gilt übrigens als journalistische Publikation, in der Fakten besonders streng auf Plausibilität geprüft werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)