31. Juli 2012
"Tri Tra Trulalla, der Kasper, der ist wieder da". Wer das hört weiß, wo er sich befindet. Noch vor 1920 war das Kasperletheater europaweit ein eher derbes Jahrmarktsvergnügen für Erwachsene und Jugendliche. Für sie boten die Geschichten ein Ventil für ihre Verdrossenheit mit der Obrigkeit. Nicht selten töteten die "Hauptdarsteller" die anderen Figuren.
Ab 1920 wurde in Deutschland, dank des Puppenspielers Max Jacob, aus dem rüden und zotigen Jahrmarktskasper der weise und pädagogische Kasper, der vor allem die jüngeren Zuschauer zum richtigen Tun anleiten will.
Der Kasper heißt übrigens nur in Deutschland so. In Frankreich heißt er "Guignol", in den Niederlanden "Jan Klaassen" in Italien "Pulcinella", in England "Mr. Punch" und in Russland "Petruschka".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)