31. Juli 2012

Organspende: Eurotransplant fordert strenge Kontrollen

Die Stiftung Eurotransplant fordert Konsequenzen aus dem Göttinger Organspendeskandal.

Ihr Präsident Bruno Meiser sagte in unserem Schwestersender "Deutschlandfunk", nötig sei ein besseres Überprüfungssystem. Dazu sollten in den Kliniken Kontrollen erfolgen, ob medizinische Befunde manipuliert worden seien. Transplantationszentren mit Auffälligkeiten sollten zudem konsequenter bestraft werden. Eurotransplant ist verantwortlich für die Zuteilung von Spenderorganen in sieben europäischen Ländern.

In Deutschland warten aktuell etwa 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Die meisten brauchen eine Niere. Pro Tag sterben etwa drei Menschen, die auf der Warteliste stehen. In Göttingen sollen Ärzte an der Uni-Klinik Patientendaten manipuliert haben, um bei der Spenderorganen schneller berücksichtigt zu werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)