31. Juli 2012

Koreanische Forscher entwickeln künstlichen Tastsinn

Tasten fast wie mit der Haut - das haben südkoreanische Wissenschaftler jetzt mit Hilfe zweier Mini-Bürsten ermöglicht. Die Forscher der Universität von Seoul haben zwei bürstenartige Anordnungen aus winzigen Nano-Härchen gegeneinander gestellt, so dass die Borsten ineinandergreifen. Die Haare sind jeweils auf einer flexiblen Grundplatte angebracht. Die ist mit Platin beschichtet und leitet deshalb Strom. Belastet man die Bürsten durch Druck, gleiten die Härchen ineinander und ändern den elektrischen Widerstand. So lassen sich verschiedene Arten von Druck messen: ein einfacher Pressdruck, aber auch der Druck, den man beim Vorbei- oder Im-Kreis-Streichen erzeugt.

Wie das Fachblatt "Spektrum" berichtet, gelang es den Wissenschaftlern mit einem Prototyp unter anderem, den Puls am Handgelenk einer Versuchsperson zu messen. Bei aller Feinfühligkeit ist der Nano-Sensor äußerst robust: Im Test überstand er fast 10.000 Belastungszyklen, ohne dass sich die Tast- Eigenschaften verschlechterten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)