31. Juli 2012
"Der Konzerttermin ist eine antipatriotische und antireligiöse Provokation." So formuliert ein Abgeordneter der polnischen Oppositionspartei "Recht und Gerechtigkeit" die Pläne von Madonna, morgen in Warschau aufzutreten.
Am ersten August erinnert Polen an den Warschauer Aufstand im Jahr 1944. Damals hatten polnische Widerstands-Kämpfer die deutsche Besatzung der Stadt angegriffen. Die deutschen Truppen schlugen den Aufstand nieder und zerstörten große Teile Warschaus. Rechtskatholiken haben 43.000 Unterschriften gegen das Madonna-Konzert gesammelt. Neben dem Termin kritisieren sie auch die sexuelle Freizügigkeit und die Verwendung religiöser Symbole während der Show.
Vor dem Auftritt des US-Stars soll jetzt ein kurzer Dokumentarfilm über den Aufstand in Warschau gezeigt werden.
Schon vor drei Jahren gab es Proteste gegen ein Madonna-Konzert in Polen, auch damals war das Datum das Problem: Mariä Himmelfahrt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)