1. August 2012
"Nennen Sie mich einen konvertierten Skeptiker." Mit diesen Worten beginnt der Physik-Professor Richard Muller von der Universität Berkeley seinen Aufsatz in der "Süddeutschen Zeitung". Demnach entdeckte er Mängel in früheren Studien, die zuvor bei ihm Zweifel an der Existenz des Klimawandels ausgelöst hatten. Daraufhin begann er gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern, alte Wetteraufzeichnungen neu auszuwerten und die Einwände der Skeptiker mit einzubeziehen. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen: Der Klimawandel ist Realität und die Menschheit ist die nahezu alleinige Ursache für den Temperaturanstieg.
Laut Muller ist es die Pflicht jedes Wissenschaftlers skeptisch zu sein. Er und seine Kollegen haben deswegen ihre Auswertungen online zugänglich gemacht und laden jeden ein: Wer Fehler finde oder etwas unplausibel sei, solle man sich melden. Solche Offenheit sei das Herz der wissenschaftlichen Methode.
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Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)