1. August 2012
"Use it or lose it", sagt der Engländer. Und meint damit zum Beispiel die Muskeln eines Menschen, die schrumpfen, wenn sie im Laufe des Lebens nicht beansprucht werden. Aber auch für längere Zeiträume trifft die Aussage zu. Wird ein Organ nicht benötigt - wie etwa die Augen von Tieren, die in absolut dunklen Höhlen leben - entwickelt es sich im Laufe der Evolution zurück oder wird zu etwas anderem.
Faultiere sind wegen ihrer gemächlichen Lebensweise kaum auf ihr Gleichgewichtsorgan angewiesen. Wie nun Forscher im Fachmagazin "Proceedings B" der britischen Royal Society berichten, weist dieses Organ bei ihnen womöglich deshalb eine verblüffende Spannbreite in Form und Größe auf.
Somit bestätigen die Tiere womöglich einen schon von Charles Darwin geäußerten Verdacht. Der Evolutionsforscher hatte vermutet, dass ein Organ besonders variabel ist, wenn es nicht mehr benötigt wird und daher keine Angriffsfläche für die natürliche Auslese bietet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)