1. August 2012

Schon leichte psychische Erkrankungen können das Sterberisiko erhöhen

Wer unter Angstzuständen oder Depression leidet, hat wahrscheinlich auch ein kürzeres Leben. Das ist die Erkenntnis von Wissenschaftlern des University College London und der Universität von Edinburgh. Sie untersuchten die Sterberaten von mehr als 68.000 Erwachsenen, die an einer zehnjährigen Beobachtungs-Studie teilgenommen hatten. Die Teilnehmer waren zuvor auch auf psychische Gesundheit untersucht worden. Das Ergebnis: Selbst eine leichte psychische Krankheit erhöhte das Sterbe-Risiko um 12 Prozent. Nach Angaben der Forscher liegt das nicht daran, dass Menschen mit einer Depression sich beispielsweise weniger bewegten. Faktoren wie ungesunde Lebensführung habe man aus dem Ergebnis bereits herausgerechnet. Ein Grund könnten körperliche Veränderungen sein, die durch die psychische Erkrankung hervorgerufen würden. Die Autoren der Studie fordern nun, die medizinische Versorgung von Menschen mit leichten psychischen Erkrankungen zu verbessern. Allzu oft würden diese nämlich nicht diagnostiziert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)