2. August 2012

Rückspiegel: Am 2.8.1932 entdeckte der US-Physiker Carl Cavid Anderson das Positron

Zum Schluss blicken wir in unserer Rubrik "Rückspiegel" in die Wissenschaftsgeschichte. Heute vor 80 Jahren wurde das erste Antimaterie-Teilchen nachgewiesen - das Positron. Es ist das Gegenteilchen zum Elektron - hat also die gleiche Masse, aber eine umgekehrte, nämlich positive Ladung. Am 2. August 1932 konnte der erst 27-jährige US-Physiker Carl David Anderson die Existenz des Positrons belegen. Er hatte die Bewegung von Teilchen der kosmischen Strahlung in einer Nebelkammer fotografiert. Dabei entdeckte er Teilchen, die sich wie Elektronen bewegten, aber genau in die andere Richtung. Dafür erhielt Anderson 1936 den Physik-Nobelpreis.

Positronen haben nur eine kurze Lebensdauer. Wenn sie auf ein Elektron treffen, neutralisieren sich beide Teilchen gegenseitig unter Abgabe von Energie. In der Science-Fiction-Literatur wird diese Energie zum Beispiel für Antriebe genutzt. Bisher gilt als unwahrscheinlich, dass sich das in die Realität umsetzen lässt. Die Antimaterie-Teilchen werden allerdings in der Nuklearmedizin genutzt, um Vorgänge im Körper sichtbar zu machen - zum Beispiel bei Krebs.

Eine Biografie von Anderson und die Original-Fernsehberichte von damals lassen sich auf der Website des Nobelpreises anschauen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)