2. August 2012
Das war die Express-Lieferung. Ein russischer Raumfrachter hat in der Rekordzeit von weniger als sechs Stunden den Weg von der Erde zur ISS geschafft. Wie die Raumfahrtagentur Roskosmos mitteilte, koppelte die "Progress M-16M" sogar noch etwas früher als geplant an. Sie brachte 2,6 Tonnen Nachschub für die derzeit russisch-amerikanisch-japanische Crew der Raumstation mit.
Ein neues Manöver ermöglichte es dem Raumfrachter, schon nach vier statt wie bisher 34 Erdumdrehungen an die ISS anzudocken. Nach Angaben russischer Experten wurde es erst möglich, nachdem die Nasa ihre Shuttle-Flüge im vergangenen Sommer eingestellt hatte. Denn deren Sicherheitsbestimmungen verlangten, dass die ISS-Umlaufbahn eine bestimmte Höhe, nämlich 350 Kilometer, nicht unterschreitet. Die war aber nicht ideal für die Ankopplungsmanöver.
Besteht das neue Schema seine letzten Bewährungsproben, soll es auch für die bemannten "Sojus"-Raumschiffe eingeführt werden. Dann müssten die Astronauten künftig nicht mehr wie bisher zwei Tage in der engen Kapsel ausharren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)