2. August 2012

Weltumweltprogramm begrüßt Säuberungspläne Nigerias für ölverschmutztes Ogoniland

Menschenrechtsaktivisten haben die Lage der Ogoni im Nigerdelta schon einmal als Geno-Ökozid bezeichnet. Jetzt gibt es offenbar Hoffnung. Die Vereinten Nationen haben eine Entscheidung der nigerianischen Regierung begrüßt, das Ogoniland von Ölverschmutzung zu säubern. Der Chef des Welt-Umweltprogramms, Achim Steiner, sieht ermutigende Signale, dass Nigeria entsprechenden Empfehlungen folgen will - die sind heute genau ein Jahr alt.

Der UNO-Bericht hatte damals festgestellt, dass 50 Jahre Ölförderung im Ogoniland schwere Umweltschäden hinterlassen haben - zum Beispiel ist das Trinkwasser verschmutzt. Es dürfte 30 Jahre dauern, alle Folgen zu beseitigen.

Die rund 500.000 Ogoni protestieren seit langem gegen die Ölförderung in ihrer Region. 1995 wurde einer ihrer Wortführer, der Träger des Alternativen Nobelpreises Ken Saro-Wiwa, nach einem Schauprozess hingerichtet.

Nigeria ist der zwölftgrößte Ölproduzent der Welt und Mitglied der OPEC.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)