2. August 2012

Antarktis: An den Küsten wuchs früher Tropenwald

Palmen in der Antarktis? Was heute wie ein Witz klingt, war vor 52 Millionen Jahren Realität. Das haben Frankfurter Klimatologen herausgefunden. Sie bohrten vor der Küste der Antarktis bis zu 1.000 Meter tief in den Meeresboden. In den Bohrkernen fanden sie anschließend Pollen und Sporen, unter anderem von Palmen und Vorläufern der heutigen Affenbrotbäume. Das werten die Forscher als Beleg dafür, dass es dort früher tropischen und subtropischen Regenwald gab.

Die Wissenschaftler schreiben im Fachmagazin "Nature", in der heute von Eis bedeckten Region sei es damals 50 bis 60 Grad wärmer gewesen. Für diese klimatischen Verhältnisse habe es zwei Ursachen gegeben: Zum einen einen sehr hohen Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre, zum anderen warme Meeresströmungen. Nach Ansicht der Forscher erlaubt der Blick in die Vergangenheit auch eine Prognose für das künftige Klima auf der Erde. Wenn weiter so viel CO2 ausgestoßen werde wie heute, könne die damalige Konzentration in der Atmopshäre bereits in wenigen hundert Jahren wieder erreicht werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)