2. August 2012

Goldabbau in Brasilien: Lieber Blausäure als Quecksilber!

Quecksilber erzeugt unter anderem Leberschäden, Gedächtnisverlust und kann sogar zum Tod führen. Dennoch setzen es viele Goldschürfer in Brasilien ein. Wie das Onlineportal "SciDev.net" berichtet, soll das am Amazonas auch mit einem neuen Gesetz erlaubt bleiben. Allerdings müssen die Schürfer einen Umweltschutzkurs besuchen und einfache Werkzeuge verwenden, um möglichst wenig Quecksilber-Spuren zu hinterlassen. Die Regionalregierung argumentiert, der Stoff sei das einzige Hilfsmittel, das sich Menschen leisten könnten, die auf eigene Faust Gold schürften.

Wissenschaftler kritisierten das Gesetz als "riesigen Schritt zurück". Die Kleinunternehmer benutzten das gefährliche Quecksilber nur, weil sie nichts Besseres kennen würden. Man sollte ihnen zum Beispiel vorschlagen, wie die großen Abbaufirmen Blausäure zu verwenden - die sei weniger giftig und mit einfachen Mitteln zu neutralisieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)