2. August 2012

Völkerrechtler: Gegenschlag auf Cyber-Attacken muss verhältnismäßig sein

Der Kampf gegen Cyber-Attacken ist oft ein Kampf von Blinden. Denn meistens wissen Staaten oder Organisationen nicht, woher die Angriffe kommen. Das meint der Potsdamer Völkerrechtler Robin Geiß. Er sagte der "Süddeutschen Zeitung", wenn man von Hackern attackiert werde, sei es die Regel - und nicht die Ausnahme - dass man die Verantwortlichen kaum festmachen könne. Wenn aber kein Staat eindeutig verantwortlich zu machen sei, gebe es auch keine legale Möglichkeit zum Gegenschlag.

Außerdem müsse immer die Verhältnismäßigkeit gewahrt werden. Eine militärische Antwort sei nur legitim, wenn es sichtbare blutige Konsequenzen gebe, etwa weil durch die Computermanipulationen Kraftwerke explodierten oder Züge entgleisten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)