2. August 2012
Ob es tatsächlich Krebsstammzellen gibt, wissen Forscher noch nicht sicher. Über ihre Existenz wird allerdings seit längerem spekuliert. Sie sollen dafür verantwortlich sein, dass Tumore sich nach einer erfolgreichen Krebsbehandlung wieder neu bilden oder dass der Krebs streut. Der Theorie zufolge handelt es sich bei den Krebsstammzellen um besonders aggressive Krebs-Auslöser. Sie verhalten sich wie Stammzellen, das heißt, sie können sich in verschiedenartige Tumore verwandeln und sich selbst kopieren. Dadurch sind sie besonders resistent gegen bisherige Krebstherapien.
Drei neue Studien liefern nun weitere Hinweise darauf, dass die Theorie tatsächlich stimmt. So fand eine Forscher-Gruppe beispielsweise Ähnlichkeiten zwischen normalen Stammzellen des Darms und solchen, die ein Tumorwachstum auslösen können. Zwei andere Gruppen untersuchten die Rückkehr von Tumoren bei Mäusen, die man mit Krebsmedikamenten behandelt hatte. Auch hier fanden sie Zellen mit Stammzellen-Charakteristik, die sie für den Krebs verantwortlich machen.
Die Studien sind in "Nature" und "Science" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)