2. August 2012

Chinesische Forscher bringen Fingerabrücke zum Leuchten

Krimi-Serien könnten demnächst noch cooler werden. Statt die Fingerabdrücke der Täter mit Pulver zu bestäuben, könnten die Detektive sie künftig zum Leuchten bringen. Im Fachmagazin "Angewandte Chemie" haben chinesische Forscher eine Methode veröffentlicht, die genau das erreicht. Sie schreiben, das von ihnen entwickelte Verfahren sei nicht nur schneller und einfacher, sondern biete auch bessere Ergebnisse als herkömmliche Mittel. Die Abdrücke würden so fein aufgelöst, dass nicht nur das Rillenmuster, sondern auch Verzweigungen und Endungen der Linien klar auftauchen würden.

Die Wissenschaftler nutzen Elektrochemilumineszenz, um die Abdrücke zum Leuchten zu bringen. Das heißt, sie nehmen ein Plättchen aus rostfreiem Stahl, tragen den Fingerabdruck darauf auf und setzen das Plättchen unter Strom. Mithilfe einer Lösung werden alle Bereiche zum Leuchten gebracht, die außerhalb des Fettes vom Fingerabdruck liegen. So entsteht ein klar zu erkennendes Negativ des Abdrucks - wie bei einem alten Fotoapparat.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)