2. August 2012
Proteine sind eine Art Maschine aller tierischen und menschlichen Zellen. Sie sind verantwortlich für verschiedene lebenwichtige Prozesse. Bis 2010 glaubten Forscher, dass sie ihre Aufgaben nur mithilfe von Wasser erfüllen können - ohne Flüssigkeit trocknen sie nämlich aus und sind nicht mehr beweglich. Dann entdeckten Wissenschaftler erstmals ein alternatives "Schmiermittel" für die Proteine - nämlich Polymere. Das sind bestimmte chemische Verbindungen.
Jetzt hat ein internationales Forscherteam mit deutscher Beteiligung erstmals in Experimenten beobachtet, wie das funktioniert. Die Wissenschaftler stellten fest, dass sich die Proteine mit dem alternativen Schmiermittel genauso bewegten, wie die, die mit Wasser bedeckt waren. Die Forscher hoffen nun, dass die Ergebnisse eines Tages bei der Entwicklung neuer Wundpflaster helfen könnte.
Die Untersuchung ist im Fachmagazin "JACS" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)