3. August 2012
Was für die Tomate gilt, muss für die Paprika noch lange nicht gelten - auch wenn die beiden nahe Verwandte sind. Tomaten reifen nach der Ernte noch nach - und zwar dank des gasförmigen Hormons Ethylen. So können manche Sorten noch grün geerntet werden. Erst im Supermarkt werden sie dann mit dem Hormon bedampft und färben sich rot. Bei anderen Früchten wie Erbeeren, Paprika und Chili funktioniert das nicht.
Forscher vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam wollten verstehen, warum. Sie verglichen den Stoffwechsel von Tomaten und Chili - und zwar zu unterschiedlichen Zeitpunkten vor und nach dem sogenannten Breaker-Point. Das ist der Tag, an dem die Frucht ihre Farbe ändert und kurz vor der Reife steht. Die Tomate setzt von da an gewaltige Mengen Ethylen frei. Bei der Chilischote fanden die Forscher das Hormon zwar ebenfalls, es hatte aber keinerlei Einfluss auf die Reifung. Welches Molekül dort den Reifeprozess anstößt, müssen die Wissenschaftler noch herausfinden.
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Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)