3. August 2012

Gene der Mutter lassen männlichen Nachwuchs schneller altern

Männer haben in der Regel ein kürzeres Leben als Frauen. Der Grund dafür könnten Forschern zufolge die Mütter sein. Die Wissenschaftler berichten in der Fachzeitschrift "Current Biology", dass sie im Erbgut von Fruchtfliegen Veränderungen entdeckt haben, die nur für den männlichen Nachwuchs schädlich sind. Diese Mutationen fänden sich im Erbmaterial der Mitochondrien, die ausschließlich von der Mutter vererbt würden.

Mitochondrien werden oft als "Kraftwerke der Zelle" bezeichnet. Sie besitzen ein eigenes kleines Genom, das unabhängig vom Zellkern vererbt wird, und zwar über die weibliche Eizelle.

Die Wissenschaftler schreiben, die Mutationen im Erbgut der Mitochondrien schränkten die Lebensdauer von männlichen Nachkommen ein, für weibliche Tiere entstehe dagegen kein Nachteil. Das Ergebnis könnte nach Ansicht der Forscher auch auf den Menschen übertragen werden: Auch hier würden die Mitochondrien inklusive ihrer Mutationen von der Mutter vererbt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)