3. August 2012
Über die Gletscherschmelze in Grönland ist schon viel geforscht worden. Jetzt ist eine neue Studie hinzugekommen, die im Fachblatt "Science" veröffentlicht wurde. Bislang ging die Wissenschaft davon aus, dass die Gletscher durch die globale Erwärmung vollständig abtauen werden. Bei der Auswertung von alten Fotografien kamen dänische Forscher jetzt jedoch zu dem Schluss, dass die Schmelze im Laufe der Jahre Schwankungen unterliegt - mal gehe das Eis schneller zurück, mal langsamer.
Nun müsse genauer nach den Gründen für die unterschiedlichen Schmelz-Perioden gesucht werden. Erst dann könne man sagen, ob das Gletscher-Schwinden tatsächlich mit der Klimaerwärmung zusammenhänge.
Erst vergangenen Monat hatten Forscher der US-Weltraumagentur Nasa berichtet, das Eis in Grönland sei in diesem Sommer so stark geschmolzen wie nie zuvor. Die dänischen Forscher kritisieren, dass solche Aussagen sich immer nur auf einen sehr kurzen Zeitraum beziehen. Daraus lasse sich kein langfristiger Trend ableiten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)