3. August 2012
Rassismus und Sippenhaft - das sind die Schlagworte, mit denen im Internet über die Heimreise der deutschen Olympia-Ruderin Nadja Drygalla diskutiert wird. Nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks wird Drygalla verdächtigt, Kontakte in die rechtsextreme Szene zu haben. Ihr Lebensgefährte soll der NPD nahe stehen. Diese Erkenntnisse aus dem privaten Umfeld der Sportlerin seien der Grund für ihre Abreise aus London.
Einige Twitter-Nutzer sprechen daher von "Sippenhaft" - schließlich sei das Privatleben einer Sportlerin nicht so wichtig. Andere unterstützen die Entscheidung: Der olympische Gedanke lasse sich mit Rassismus nicht vereinbaren.
Der Deutsche Ruderverband mahnt zur Besonnenheit. Hier werde der Ruf einer Person beschädigt, ohne mit ihr gesprochen zu haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)