6. August 2012
Wenn Krebserkrankungen mit einer Chemotherapie behandelt werden, kann das einer Studie zufolge bisher unbekannte negative Folgen haben.
Krebsforscher aus Seattle haben beobachtet, dass bei der Chemotherapie möglicherweise die Produktion eines gefährlichen Proteins angeregt wird. In einer Fachzeitschrift ("Nature Medicine") bezeichnen sie diese Entdeckung als "völlig unerwartet". Eigentlich wollten die Wissenschaftler untersuchen, warum Krebszellen außerhalb des Körpers viel leichter abzutöten sind. Dabei stellten sie fest, dass bei der Chemotherapie das Erbgut gesunder Zellen geschädigt wurde. Eine besondere Rolle spielte dabei das Protein "WNT16B". Das wurde von den gesunden Zellen abgegeben und von den Krebszellen absorbiert - und regte sie zu einem verstärkten Wachstum an. Zugleich wurden die Zellen widerstandsfähiger gegen eine weitere Chemotherapie.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)