6. August 2012
"Gott kann man nicht nachweisen." - Diese Auffassung vertritt der österreichische Quantenphysiker Anton Zeilinger. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "profil" schließt der Wissenschaftler aus, bei seinen Forschungen einmal an den Punkt zu gelangen, an dem er auf Gott stoße. Das sei eine Frage des Glaubens und nicht der Wissens. Ein Nachweis Gottes wäre aus Zeilingers Sicht das "Ende der Religion".
Er sieht auch in den Naturwissenschaften eine Rolle für Gott, und zwar dort, wo es grundsätzlich nichts Erklärbares gibt. So wisse zum Beispiel niemand, warum es Naturgesetze gebe. Hier stehe Gott nicht im Widerspruch zu den Naturwissenschaften. Es sei aber eine persönliche Entscheidung, Gott Raum zu geben. Vor der stehe ein Laie ebenso wie ein Naturwissenschaftler.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)