6. August 2012
Was früher vor allem Rentner interessierte, lockt inzwischen auch jüngere Menschen an. Das hat Andreas Bellersen beobachtet, Geschäftsführer der Zentralstelle für Personen- und Familiengeschichte in Frankfurt am Main. Er sagte der Nachrichtenagentur dapd, inzwischen forschten zunehmend Berufstätige, Studenten und Schüler nach ihrer eigenen Herkunft. Generell habe sich die Zahl der Anfragen an sein Institut in den vergangenen zehn Jahren auf 300 bis 400 im Jahr vervierfacht.
Grund für das zunehmende Interesse an Familienforschung ist laut Bellersen unter anderem ein zunehmendes Zusammengehörigkeitsgefühl. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wachse der Zusammenhalt. Außerdem gebe es durch das Internet neue Möglichkeiten. Hier warnt Bellersen allerdings vor Betrügern: Auf einigen Seiten müssten Jahresbeiträge für den Datenbankzugriff gezahlt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)