6. August 2012
Kalk und Säure vertragen sich nicht gut. Und das könnte eines Tages ein Problem für viele Tiere in den Weltmeeren werden, die Schalen oder Skelette aus Kalk bilden - zum Beispiel Schnecken und Seeigel. Denn die Ozeane versauern zunehmend, weil das Wasser vermehrt CO2 aus der Atmosphäre aufnimmt.
Ein internationales Forscherteam hat jetzt erstmals analysiert, wie sich die Schalen und Skelette der gleichen Tiere in unterschiedlichen Weltregionen unterscheiden. Die Wissenschaftler untersuchten unter anderem Schneckenhäuser in verschiedenen Lebensräumen, zum Beispiel in den Tropen und den Polarregionen.
Ergebnis: In kalten Gewässern sind Kalk-Schalen und Skelette am leichtesten und dünnsten. Die Lebewesen dort würden also vermutlich zuerst und besonders stark unter der Versauerung leiden.
Die Studie ist im Fachmagazin "Global Change Biology" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)