6. August 2012

Roter Amerikanischer Flusskrebs überlebt überall - Forscher finden sein Geheimnis

Er ist ein echter Überlebenskünstler: der Rote Amerikanische Flusskrebs. Egal, ob er sich bewusst an anderen Orten ansiedelt oder dort eingeschleppt wird - er überlebt. Deshalb gilt er als eine der erfolgreichsten invasiven Arten weltweit.

Forscher der Londoner Queen Mary Universität haben jetzt herausgefunden, was den Flusskrebs so überlebensfähig macht. Das Geheimnis: Findet der Krebs, der eigentlich in Süßwasser-Seen lebt, im Wasser keine Nahrung mehr, krabbelt er nachts an Land und frisst dort. Bisher waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass der Krebs sich ausschließlich im Wasser ernährt.

Die Forscher warnen jetzt, die Krebsart in neue Gebiete einzuführen: Sie reduziere die Wasserpflanzen und könne die Krebspest einschleppen, an der heimische Krebsarten stürben.

Ursprünglich war der Rote Amerikanische Flusskrebs im Südosten der USA und in der Karibik heimisch. Weil das Fleisch der Tiere gerne gegessen wird, wurde er aber auf fast alle anderen Kontinente gebracht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)