6. August 2012
"Das Problem der Neurowissenschaften ist, dass wir nach wie vor die Abläufe im Gehirn nicht verstehen." Das sagte der Hirnforscher Thomas Klausberger vom Wiener Zentrum für Hirnforschung dem österreichischen "Standard". Klausberger sieht den Grund der Zeitung zufolge darin, dass es im Gehirn sehr verschiedene Nervenzellen gibt, die ganz unterschiedlich interagieren. Jetzt hätten er und seine Kollegen aber zwei Zelltypen klar voneinander unterscheiden können.
Wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Neuroscience" schreiben, handelt es sich einmal um die Korbzellen. Diese Zellen, erklärt Klausberger dem "Standard", seien ideal dafür, einen Rhythmus für die Aktivität des Gehirns vorzugeben und diesen Rhythmus zu ändern, wenn sich das Verhalten ändere. So reagierten diese Zellen auf das Aufwachen oder das Starten einer Tätigkeit.
Der zweite Zelltyp seien die "Ivy"-Zellen. Diese haben laut den Forschern eine kontrollierende Funktion und schauen darauf, dass es zu keiner zu starken oder zu schwachen Aktivität im Gehirn kommt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)