6. August 2012

Chinesin erfährt erst nach Olympia-Wettkampf vom Tod der Großmutter - schon ein Jahr her

Welche Opfer muss man bringen, wenn man Leistungssportler ist? Dass man wenig Freizeit hat und sich alles nur ums Training und Wettkämpfe dreht, ist klar. Was jetzt aber einer Chinesin widerfahren ist, geht noch weiter.

Wu Minxia ist Wasserspringerin, bei Olympischen Spielen hatte sie sechs Mal Gold geholt, die letzten beiden Medaillen bei den Spielen in London. Damit sie sich ganz auf den Sport konzentrieren konnte, hatte sie die letzten zehn Jahre nur selten Kontakt zu ihrer Familie - und auch wichtige Nachrichten durften wohl nicht überbracht werden.

So erfuhr die Chinesin erst nach ihrer Olympia-Vorbereitung, dass ihre Großmutter gestorben ist - und zwar schon vor einem Jahr. Auch, dass ihre Mutter an Brustkrebs erkrankt ist, erfuhr sie erst jetzt. Sie selbst und die Eltern nehmen das aber offenbar in Kauf: Minxia gehöre China, erklärte der Vater. Sie selbst sagte, sie habe ihr Leben freiwillig so gewählt. Allerdings hat sie heute ihren Rücktritt vom Sport erklärt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)