6. August 2012

Avatar-Kontrolleur an US-mexikanischer Grenze eingesetzt

Das lange Warten an der Grenze soll ein Ende haben. Am Übergang zwischen Mexiko und dem US-Bundesstaat Arizona setzt die US-amerikanische Einwanderungsbehörde jetzt auf einen virtuellen Zollbeamten. Darüber berichtet die Zeitschrift "Scientific American".

Der Automat befragt alle Wartenden, die sich vorher einmal einem umfangreichen Sicherheitscheck unterzogen haben und registriert Unregelmäßigkeiten in der Stimme - sowohl auf Englisch als auch auf Spanisch. Danach werden die Reisenden wie gewohnt von einem Menschen befragt, allerdings weiß der dann schon, ob er es mit einem unverdächtigen Pendler zu tun hat oder ob er genauer nachfragen muss, weil der Avatar ihm signalisiert hat, dass der Einreisende nervös ist. So sollen die Wartezeiten an der Grenze besonders für regelmäßige Arbeitspendler verkürzt werden.

Entwickelt wurde der Grenz-Avatar von der Universität Arizona. Von Dezember bis März lief die Testphase. In dieser Zeit erkannte der virtuelle Zöllner auch zwei Schmuggler, die 80 Kilogramm Drogen dabei hatten. Ob ein Spracherkennungssystem allerdings wirklich fair und effektiv ist, ist laut "Scientific American" wissenschaftlich nicht belegt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)