6. August 2012
Wenn in der Wissenschaft betrogen wird, sollte das als Straftat gewertet werden. Das findet der Deutsche Hochschulverband, kurz DHV, und fordert, im Strafgesetz den Tatbestand "Wissenschaftsbetrug" zu schaffen. Der Verband will damit vor allem gegen Ghostwriter vorgehen, die für Studenten und Promovierende Abschlussarbeiten schreiben. DHV-Präsident Bernhard Kempen sagte, diese Ghostwriter brächten die akademischen Abschlüsse und Hochschulen in Verruf. Das gehe zu Lasten der großen Mehrzahl derjenigen, die ihre akademischen Grade rechtmäßig erworben hätten. Der Hochschulverband findet, die bisherigen Maßnahmen gegen Betrug in der Wissenschaft reichten nicht aus. Deshalb hat der Verband jetzt einen Gesetzesvorschlag gemacht, der für das Verfassen fremder Arbeiten Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren vorsieht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)