7. August 2012

Baumverluste in Savannen: Elefanten tragen Mitschuld

Diesmal nicht auf die Kleinen, sondern auf die Großen.

Seit Jahren haben Wissenschaftler darüber gestritten, inwiefern Elefanten für das Umstürzen von Bäumen in den Savannen im Süden Afrikas verantwortlich sind. Jetzt haben US-Forscher des Carnegie-Instituts mithilfe von hochauflösenden 3D-Karten den quantitativen Verlust von Bäumen im Krüger Nationalpark messen können. Dazu verglichen sie Bilder von 2008 und 2010 miteinander und konnten so feststellen, wie sich der Baumbestand verändert.

Ihr Ergebnis: Die Elefanten sind maßgeblich am Baumverlust beteiligt. In Gegenden, in den Elefanten Zugang zu Bäumen hätten, würden diese sechsmal häufiger umstürzen als in Gegenden, in denen es für die Tiere keinen Zugang gebe. In der Fachzeitschrift "Ecology Letters" schreiben die Wissenschaftler, vor allem auf die Bäume, die zwischen fünf und acht Metern hoch sind, würden sich die Elefanten stürzen. In dieser Klasse seien die Tiere für 20 Prozent des Baumverlustes in dem Nationalpark verantwortlich.

Ein Sprecher des Krüger Nationalparks sagte, die Ergebnisse werden jetzt helfen, die sensiblen Landschaften besser und konzentrierter zu schützen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)