7. August 2012

Ärzte wollen eingepflanzte Defibrillatoren bei Sterbenden abschalten

Der Defibrillator sollte rechtzeitig abgestellt werden. Das fordern Kardiologen im "Deutschen Ärzteblatt". Sie wollen sterbenden Patienten damit einen würdigen Tod ermöglichen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, kommt es bei sterbenden Herzpatienten immer wieder dazu, dass der implantierte Defibrillator das Herz mit Stromstößen antreibt. Sowohl für die Patienten als auch die Angehörigen seien solche Erlebnisse zutiefst verstörend. Die Ärzte plädieren deshalb dafür, rechtzeitig über eine Abschaltung zu sprechen. Auch wenn das Gerät seinen Träger zuvor zuverlässig vor einem vorzeitigen Tod geschützt habe, könne es in den letzten Momenten des Lebens zur Qual werden.

Defibrillatoren werden bei Menschen eingepflanzt, die beispielsweise unter Kammerflimmern leiden. Das Gerät von der Größe einer Streichholzschachtel kann Herzrhythmusstörungen durch einen starken Stromschlag wieder in Takt bringen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)