7. August 2012

Gema-Streit: Grüne wirft Google Meinungsmache vor

Google schiebt den schwarzen Peter einfach den anderen zu. Diesen Vorwurf erhebt die kulturpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Agnes Krumwiede. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" äußert sie sich zur Tarifreform der Gema. Dabei seien die Sorgen der Diskotheken und Klubs nachvollziehbar. Bei Google sei das anders. Der Konzern weigere sich als Besitzer der Videoplattform Youtube, überhaupt irgendeine Abgabe an die Produzenten von Musik zu zahlen. Stattdessen bekämen Youtube-Nutzer in Deutschland häufig die Nachricht, dass ein Video nicht abrufbar sei, weil die Gema das nicht erlaube.

Krumwiede kritisiert, damit schiebe Google die Schuld einfach der Gema in die Schuhe. Der Konzern sei nur bereit, Urheber an den Einkünften aus ihren Werken zu beteiligen, wenn er dafür die Bedingungen diktieren könne. Gleichzeitig unterstütze Google viele Wissenschaftler und Initiativen, die sich gegen den Schutz von Urheberrechten stark machten - um so die öffentliche Meinung zu manipulieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)