7. August 2012

Magere Löhne für Chinas Wanderarbeiter

Sie arbeiten hart und verdienen meist wenig: chinesische Wanderarbeiter. Vor allem junge Menschen vom Land oder aus weniger entwickelten Provinzen ziehen auf der Suche nach Arbeit oft hunderte Kilometer weit in die großen Städte. Dort verdingen sie sich als Kellner, Bauarbeiter, Kindermädchen oder in Fabriken. Im Vergleich zur Stadtbevölkerung werden sie häufig diskriminiert.

Laut einem Bericht der chinesischen Bevölkerungskommission gibt es in China 230 Millionen solcher Wanderarbeiter. Das entspricht rund 17 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Nach wie vor gehören die Wanderarbeiter zu den Geringverdienern: Rund 2.500 Yuan, das entspricht umgerechnet 230 Euro, verdiente ein Wanderarbeiter vergangenes Jahr im Durchschnitt pro Monat. Das ist nur gut ein Fünftel des Durchschnittseinkommens in Chinas Städten. Damit sind die Wanderarbeiterlöhne im Vergleich zu 2009 zwar gestiegen, aber es reicht in den teuren Städten kaum für Miete und Gesundheitsversorgung.

Die Wanderarbeiter arbeiten im Durchschnitt rund 54 Stunden in der Woche, und damit 14 Stunden mehr als gesetzlich festgelegt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)