7. August 2012

Studie: Doktoranden werden doch nicht ausgebeutet

Das Horrorbild vom armen, ausgebeuteten Doktoranden ist einer neuen Studie zufolge falsch. Das hat eine Befragung des Instituts für Forschungsinformation und Qualitätssicherung unter rund 6.600 Studenten ergeben. Der Leiter des Instituts, Stefan Hornbostel, sagte in der Deutschlandfunk-Sendung "Campus & Karriere", Doktoranden verdienten im Schnitt rund 1.130 Euro pro Monat.

Allerdings gebe es je nach Fachrichtung große Unterschiede. Es komme vor allem darauf an, ob jemand eine halbe, eine dreiviertel oder eine ganze Stelle inne habe. In der Elektrotechnik zum Beispiel gebe es oft ganze oder zumindest dreiviertel Stellen. Das komme in den Geisteswissenschaften seltener vor.

Problematisch sei, dass die Zahl der Promovierenden in Deutschland nicht offiziell erfasst werde. Die amtliche Statistik gebe lediglich Aufschluss darüber, wie viele beim Erwerb des Doktortitels erfolgreich waren, nicht aber über diejenigen, die noch promovieren.

Dass es im Bereich der Qualitätskontrolle des Promotionsprozesses Probleme gebe, hätten nicht zuletzt die Skandale um Plagiate und andere problematische Promotionsprozesse gezeigt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)