8. August 2012
Übersetzer gesucht: Für Niederländisch und Gälisch oder für maltesische und tschechische Texte. So könnte eine Stellenanzeige in Brüssel aussehen, denn nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" gehen den EU-Institutionen die Übersetzer aus. Die haben demnach Probleme, für bestimmte Sprachen geeignetes Personal zu finden. Nach Angaben der EU mussten allein im vergangenen Jahr mehr als zwei Millionen Seiten Text übersetzt werden. Die Leistung der Simultandolmetscher bei Sitzungen komme noch dazu.
Das Problem ist laut "Süddeutscher Zeitung" nicht, dass zu wenig Menschen Sprachen studieren; sondern, dass sie sich auf einige wenige beschränken. Meist seien es große Sprachen wie Englisch, Deutsch, Spanisch oder Französisch, die die Übersetzer anböten - und nicht etwa Gälisch für Europapolitiker aus Irland.
Ein Problem sei aber auch, dass viele Übersetzer ihre Muttersprache nicht richtig beherrschten. Einstellungsvoraussetzung ist demnach zum Beispiel Sicherheit in der Grammatik - dass die zum Teil fehle, sei erst vor kurzem bei deutschen Übersetzern aufgefallen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)