8. August 2012
Mülltonnen in vier Farben vor der Haustür - das gilt vielen als typisch deutsch. Eine Untersuchung der EU-Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass das zumindest nicht typisch für den Süden, den Osten und Südosten der EU ist. Dort gibt es demnach massive Probleme bei der Vermeidung von Abfall und bei der Müllentsorgung. Am problematischsten sei die Lage in Griechenland. Der EU-Kommission sind außerdem Bulgarien, Malta, Lettland, Rumänien und Zypern aufgefallen. Kritik gibt es auch an Italien, Polen und Tschechien.
In den Ländern gebe es nur eine schlechte oder gar keine Strategien zur Abfallvermeidung. Auch bestünden dort kaum Anreize, auf Mülldeponien zu verzichten. Der Umweltkommissar Janez Potocnik nennt die Entsorgungssysteme im Süden und Osten der EU insgesamt unzulänglich.
Im Vergleich der Abfallstrategien schnitt laut EU-Kommission Österreich am besten ab. Deutschland liegt den Angaben zufolge unter den 27 Mitgliedsländern auf Platz vier - nach den Niederlanden und Dänemark.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)