8. August 2012
Der Name Peter Higgs war zuletzt in aller Munde. Der britische Physiker hatte in den 1960er Jahren die Existenz des Higgs-Bosons vorhergesagt - ein Elementarteilchen, das vor gut einem Monat entdeckt worden sein soll.
Higgs erklärt mit seinem Modell, warum Teilchen überhaupt eine Masse haben. Ihm zufolge ist dafür ein Feld verantwortlich, dass das ganze Universum durchzieht und für eine Wechselwirkung mit den Partikeln sorgt.
Ein internationales Forscherteam hat nun weitere Hinweise darauf gefunden, dass es diesen Higgs-Mechanismus wirklich gibt. Wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Nature Communications" berichten, kühlten sie einen Kristall aus der seltenen Erde Ytterbium, Titan und Sauerstoff bis auf wenige Grad über dem absoluten Nullpunkt ab - der liegt bei minus 273,14 Grad Celsius. In dieser extremen Kälte wurde der Kristall plötzlich magnetisch. Das hätte den Forschern zufolge aber nicht passieren dürfen, weil die magnetischen Teilchen im Kristall normalerweise keine Masse besitzen. Sie gehen daher davon aus, dass der Higgs-Mechanismus den magnetischen Ladungen die nötige Masse verlieh.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)