8. August 2012
Die Natur hat den menschlichen Körper mit Geweben ausgestattet, die besondere Eigenschaften haben - Forscher haben nun im Labor erfolgreich etwas ähnliches entwickelt.
Der Meniskus im Knie, Sehnen und Bänder basieren auf dem Molekül Kollagen, das zusammen mit Körperzellen eine komplexe dreidimensionale Struktur bildet. Forscher hatten bisher Schwierigkeiten, diese Strukturen im Labor nachzubilden, um damit später einmal Verletzungen zu behandeln. Ihr bisheriger Ansatz basierte auf winzigen Nano-Fasern, die als Gerüst für das Wachstum von Zellen dienen sollten. Weil das Gerüst aber zu eng verflochten war, klappte das bislang nicht so gut.
Ein neues Material könnte Abhilfe schaffen. US-Forscher berichten in der Fachzeitschrift "PNAS", dass sie ebenfalls ein Gerüst aus winzigen Fasern entwickelt haben. Weil sich ein Teil dieser Fasern aber später leicht wieder entfernen lasse, entstehe ein lockereres Geflecht, das auch Platz für wachsende Zellen biete. Auf diese Weise entstehe ein echtes, dreidimensionales Körpergewebe, das demnächst auch in ersten Versuchen an Tieren getestet werden soll.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)