8. August 2012
Glaubst du oder glaubst du nicht - das ist in Irland gerade die Frage. Denn britische Medien berichten, der Anteil der religiösen Menschen in Irland sei stark gesunken. Das habe eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Gallup ergeben. Demnach bezeichneten sich 47 Prozent der Iren als religiös. Vor sieben Jahren seien es noch knapp 70 Prozent gewesen. Laut der Umfrage zählt Irland zu den Ländern mit dem weltweit stärksten Säkularisierungstrend. Nur in Vietnam sei der Rückgang stärker.
Der Erzbischof von Dublin, Diarmuid Martin, sagte der Tageszeitung "Irish Independent", die Ergebnisse zeigten die Herausforderungen der Kirche in einem sich verändernden Irland. Die Irische Bischofskonferenz bewertete die Umfrage kritisch. Ein Sprecher verwies auf die Volkszählung vom vergangenen Jahr. Damals hätten sich 84 Prozent der Bevölkerung sich als katholisch bezeichnet.
Die Umfrage fand nicht nur in Irland statt, sondern weltweit. Insgesamt wurden 51.000 Menschen befragt. Rund 59 Prozent bezeichneten sich als religiös, 23 Prozent gaben an, nicht religiös zu sein. 13 Prozent sehen sich als Atheisten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)