8. August 2012

Kommission bestätigt Wissenschaftsbetrug am Ludwigshafener Klinik

Der Mediziner hat über Jahre hinweg wissenschaftliche Studien manipuliert. Eine Untersuchungskommission des Klinikums Ludwigshafen hat bestätigt, dass ein früherer Chefarzt des Hauses Wissenschaftsbetrug begangen hat. Er habe bei mindestens zehn von 91 überprüften Arbeiten falsche Angaben veröffentlicht. Außerdem seien Patienten in zahlreichen Fällen vor Medikamenten-Studien nicht aufgeklärt worden. Bei keiner Studie habe die vorgeschriebene Zustimmung der zuständigen Ethikkommission vorgelegen.

Der Vorsitzende der Kommission sprach von einem "schweren Fall für die Medizin." Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Körperverletzung, Betrug und Urkundenfälschung.

Das Klinikum hatte den Chefanästhesist Ende 2010 nach Bekanntwerden der Vorwürfe entlassen. Auch der Professoren-Titel wurde ihm aberkannt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)