8. August 2012
Sie gehören zum Sport - vor allem zum Sieg - die Siegerposen. Sie ist einer Studie von US-Psychologen zufolge ein Ausdruck von Triumph und nicht - wie bisher angenommen - von Stolz. Wie die Forscher im Fachblatt "Evolution and Human Behavior" schreiben, gehört Triumph ebenso wie Freude, Wut und Stolz zu den sogenannten Basisemotionen, deren Ausdruck nicht erlernt werden muss, sondern angeboren ist.
Die Psychologen zeigten ihren Probanden Fotos von Judoka, die bei einer Olympiade eine Medaille gewonnen hatten - aufgenommen direkt nach dem entscheidenden Sieg. Zusätzlich sahen die Testteilnehmer noch Bilder, in denen Sportler andere Basisemotionen zeigten. Sie sollten anhand einer Liste von vorgegebenen Emotionen angeben, welches Gefühl ein Athlet in der abgebildeten Situation zeigte.
Laut den Wissenschaftlern hatte es zuvor Studien gegeben, in denen die Probanden diese Posen als Ausdruck von Stolz ausmachten. Das habe aber methodische Gründe. Denn es fehlte dabei die Antwortmöglichkeit "Triumph". Als diese Möglichkeit in der Liste aufgetaucht sei, hätten die meisten Probanden es auch diesem Gefühl zugeordnet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)