8. August 2012
Der Mars-Rover "Curiosity" bekommt gerade sehr viel Aufmerksamkeit. Er hat unter anderem ein Messgerät an Bord, das Spuren des Gases Methan im Erdboden aufspüren kann. Es gilt als ein Anzeichen für Leben, zum Beispiel in Form von Bakterien. Insbesondere Schwankungen der Methankonzentration deuten Forschern zufolge auf Leben hin. Auf dem Mars trifft dieser kausale Zusammenhang allerdings nicht unbedingt zu. Wie Forscher aus Mexiko in einer Fachzeitschrift ("Geophysical Research Letters") berichten, können dort auch elektrische Entladungen über vereisten Flächen Methan erzeugen, und zwar aus Wasser und CO2. Das hätten Experimente im Labor gezeigt. Solche elektrischen Entladungen entstünden auf dem Mars oft durch sogenannte Staubteufel - Wirbelwinde, die den Tornados auf der Erde ähneln.
Link zur Studie im "Geophysical Research Letters":
Kürzlich hatten Forscher imFachjournal "Nature" ebenfalls berichtet, dass Methan auf dem Mars nicht zuwangsläufig ein Zeichen für Leben sein müsse.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)